Freilandmuseum Kirchenburg Mönchsondheim

Kirche - Burg - Dorf

„Wenn, Herr, einst die Posaune ruft“

Sonderausstellung im Kirchenburgmuseum feierlich eröffnet

Seit Samstag, 29. Juni, ist im Kirchenburgmuseum Mönchsondheim die neue Sonderausstellung „WENN, HERR, EINST DIE POSAUNE RUFT – 50 JAHRE POSAUNENCHOR MÖNCHSONDHEIM“ zu sehen, die anlässlich des 50. Gründungsjahrs des Vereins konzipiert wurde. Bei schönstem Sommerwetter wurde die Ausstellung am Freitag, 28. Juni, feierlich eröffnet.

Iphofens zweiter Bürgermeister Ludwig Weigand begrüßte den stellvertretenden Landrat Paul Streng, Obmann Rainer Steudtner und viele weitere Ehrengäste, die sich im Hof des historischen Gasthauses „Schwarzer Adler“ ein Stelldichein gaben. Schirmherr Pfarrer Erich Eyselein aus Prichsenstadt, der stellvertretende Landesobmann, hob den Mut und persönlichen Einsatz der Mitglieder des Posaunenchors vor allem in den Anfangsjahren hervor, als weder eigene Instrumente da waren noch Noten- und Partiturkenntnisse – eine starke Leistung, dass der Chor bis heute zusammen musiziere. Museumsleiter Reinhard Hüßner und Daniela Kühnel berichteten, wie die Ausstellung im vergangenen Jahr entwickelt und zu einer Ausstellung mit 13 Schautafeln heranreifte. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung durch den Bezirksposaunenchor des Dekanats Markt Einersheim unter Leitung von Sebastian Schneider.

Viele evangelische Gemeinden zählen auf die musikalische Bereicherung durch „ihren“ Posaunenchor. Wie es zu dieser typisch evangelischen Erfindung kam, zeigt das Kirchenburgmuseum in der Sonderausstellung anlässlich des Vereinsjubiläums des Posaunenchors Mönchsondheim. Der Blick richtet sich auf das reiche Vereinsleben des Posaunenchors, das mit dem Dorfleben und der Dorfkirche eng verbandelt ist. Außerdem zeigt die Jubiläumsausstellung die allgemeine Entwicklung der Posaunenchöre in Deutschland und in Bayern.

Ursprung im 18. Jahrhundert
Die ersten in Deutschland bekannten Posaunenchöre entstanden in den Herrnhuter Brüdergemeinden bereits im 18. Jahrhundert. Erst im 20. Jahrhundert entwickelten sich die Posaunenchöre zu einer tragenden Säule im kirchlichen Gemeindeleben, insbesondere bei der festlichen Gestaltung von Gottesdiensten. Ein Posaunenchor stellt einen lebendigen Teil der evangelischen Gemeinden dar. Neben dem geistlichen Auftrag, „zum Lobe Gottes“ zu musizieren, ist er zugleich unüberhörbarer „Botschafter des Evangeliums“ außerhalb der Kirchenmauern: beispielsweise in Krankenhäusern und Seniorenheimen, auf Marktplätzen und Friedhöfen, bei Gemeindefesten, Jubiläen und Veranstaltungen.

In Mönchsondheim existiert seit 50 Jahren das laienmusikalische Blechbläserensemble, in dem Gemeindeglieder aus allen Altersgruppen – Kinder,  Jugendliche, Erwachsene, Senioren und teilweise ganze Familien – zusammenspielen.

Die Sonderausstellung wird bis Sonntag, 1. Dezember, im Obergeschoss des historischen Gasthauses „Schwarzer Adler“ in Mönchsondheim gezeigt und kann während der Öffnungszeiten des Freilandmuseums besucht werden. 

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung